• Axel Wernicke-Lodenkämper

Sonne tanken am Rhein: Unsere 231-MWh-Photovoltaik-Anlage bei RheinMail ist am Netz

Aktualisiert: März 25


692 Module auf fast 1.200 Quadratmetern – gut für 231 mWh Sonnenstrom pro Jahr

Wenn es um die Stromversorgung in der ORT Gruppe geht, gehört die Zukunft der Sonne. An unserem Stammsitz in Krefeld betreiben wir seit 2018 eine Photovoltaikanlage, die im vergangenen Jahr 203 MWh Strom produziert hat. 154.702 kg CO2-Emissionen wurden eingespart – das Äquivalent zu 4.617 gepflanzten Bäumen.

Jetzt ist auch das größere Pendant an unserem Druck- und Logistikstandort RheinMail in Boppard in Betrieb. Viel Engagement, Planungsaufwand und letztlich auch Geduld waren notwendig – die Anstrengungen haben sich gelohnt, die Solaranlage ist seit dem 11. Februar 2021 am Netz. Bereits in den ersten vier Wochen haben sie unserem Klima so gut getan, als wenn wir 175 Bäume gepflanzt hätten. Das Äquivalent zu einigen Tausend Bäumen wird in diesem Jahr noch dazukommen.

Viel Sonne, viel Fläche: beste Bedingungen nicht nur für guten Riesling

Effiziente Photovoltaik braucht viele Sonnenstunden und eine ausreichende Dachfläche. Je mehr von beiden zur Verfügung steht, umso autarker kann ein Unternehmen seinen Strombedarf decken und so unabhängiger von externen Stromanbietern werden.

Sonne und Fläche: an unserem Druck- und Logistikstandort RheinMail ist beides mehr als ausreichend vorhanden. Die Hallendächer in Boppard bieten Platz für eine insgesamt 1.168 m2 große Anlage. Die idyllische Lage im Rheintal und das angenehme Klima mit durchschnittlich 1.380 Sonnenstunden – 2020 waren es sogar 2.037 Stunden – ist nicht nur der Qualität der regionalen Weine zuträglich, sondern auch der Effizienz unserer Solaranlage.

Sonnenverwöhnte Lage am Rhein – unser Logistikstandort RheinMail in Boppard

Die größte Photovoltaik-Anlage in unserer Gruppe

Die insgesamt 692 Solarpaneele sind für eine Jahresleistung von maximal 231 mWh ausgelegt. In Boppard werden Produktion und Weiterverarbeitung, Digitaldruck-Maschinenpark und Hochregallager versorgt – der jährliche Verbrauch von rund 215 mWh wird zum großen Teil durch die Solaranlage gedeckt. Hinzu kommen ab diesem Jahr auch Ladesäulen für die wachsende E-Firmenwagenflotte.

Rein rechnerisch könnten wir in Boppard mehr als den eigenen Bedarf klimanneutral erzeugen.

Allerdings lässt sich der kontiunierlich erzeugte Solarstrom natürlich nicht 1:1 in Echtzeit nutzen – zum Beispiel im Winter mit weniger Tageslichtstunden. Zudem muss ein gewisser Anteil ins öffentliche Netz eingespeist werden.

Mit Verzögerung endlich ans Netz

Die Planungen für die Anlage begannen bereits im Jahr 2019 – voller Enthusiasmus bei allen Projektverantwortlichen. Nach statischen Gutachten und dem Genehmigungsverfahren waren die Paneele nach nur zwei Monaten Bauzeit im August 2020 auf dem Dach montiert. Aufgrund von Verzögerungen bei letzten technischen Installationen und einem aufwändigen Abnahmeprozess dauerte es aber noch ein halbes Jahr bis zur offiziellen Inbetriebnahme im Februar.

Seit 2011 den CO2-Fußabdruck um mehr als 70% reduziert

Der Umstieg auf Sonnenstrom bei der RheinMail ist für uns ein wichtiger Schritt. Seit mehr als einem Jahrzehnt reduzieren wir konsequent unseren CO2-Fußabdruck. Die Ergebnisse dokumentieren wir zweijährlich in eigenen Klimareports – aktuell in 2020.

Zu Beginn erzielten wir rasche Erfolge durch energieeffizientere Geräte, Firmenwagen mit geringerem Schadstoffausstoß und Verhaltensänderungen wie der Verzicht auf Dienstreisen zugunsten von Videokonferenzen. Die größte Einzelmaßnahme war die Installation des Blockheizkraftwerks zur Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung – seit 2014 in Krefeld in Betrieb und mit Biogas betrieben.

Mittlerweile ist die regenerative Energieversorgung unser größter Treiber, um noch klimafreundicher zu werden.

So nutzen wir die Solaranlagen in Krefeld und in Boppard nicht nur für den betrieblichen Strombedarf, sondern auch zur Versorgung von mittlerweile 9 Ladesäulene mit 18 Ladepunkten für eine wachsende Firmenflotte an E-Fahrzeugen.

Wie Photovoltaik und E-Mobilität ineinander greifen

Mobilität hat in jedem Unternehmen einen wesentlichen Einfluss auf den CO2-Fußabdruck. Ob Fahrt zur Arbeit oder Dienstfahrt, ob mit eigenem PKW, Firmenwagen oder per ÖPNV – auf diese Emissionen können wir spürbar Einfluss nehmen. Unsere neuen Firmenwagen sind deshalb ausschließlich Stromer, die vorzugsweise mit regenerativ erzeugtem Strom betankt werden. Genau hier kommt unsere Photovoltaik ins Spiel.


E-Mobilität fördern wir auch mit weiteren innovativen Ideen: Das von unseren Auszubildenden initiierte Carsharing-Modell setzt dort an, wo sich der gemeinsame Weg zur Arbeit lohnt. Finden sich drei oder mehr Mitarbeiter·innen zu einer Fahrgemeinschaft zusammen, stellt ORT kostenfrei ein eigenes E-Auto fürs Carsharing zur Verfügung.


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