Marketing Automation: Positives Kommunikationerlebnis und volle Kontrolle über die Sales Journey

Automatisierung steht häufig im Verdacht, Arbeitsplätze wegzunehmen – auch im Marketing. Hier hat sie den Ruf, Interessierte mit allgemeinen, vorgefertigten Informationen abzuspeisen und so das Nutzererlebnis zu schmälern. Dies ist beides nicht der Fall: strategisch durchdachte Automatisierung sorgt für ein positives Kommunikationserlebnis beim Nutzer. Und sie macht ganz sicher niemanden überflüssig. Insgesamt also richtig gute Nachrichten für digitale Marketeers!


Positives Kommunikationserlebnis
Guille Alvarez · unsplash.com

Marketing Automation ist nicht gleich künstliche Intelligenz

Sie selber bleiben im Lead und in Kontrolle über die automatiserte Sales Journey

Auch wenn der Begriff „Automatisierung“ den Eindruck erwecken kann, dass die Prozesse von alleine ablaufen und Sie damit nichts mehr zu tun haben, weil das System sozusagen selbst denken bzw. lernen kann, ist dem keineswegs so. Wir reden hier nicht von einer Künstlichen Intelligenz, die sich das Verhalten der Besucher auf Ihrer Website ansieht und entsprechende Reaktionen auslöst oder weitere Inhalte vorschlägt.

Automatisierung bedeutet im Marketing: vordefinierte, thematisch abgestimmte Reaktionen auf vorausgegangene Aktionen.

Von Ihnen vordefiniert. Von Ihnen im System aufgebaut. Von Ihnen analysiert und optimiert. Sie selbst sind dafür verantwortlich, den Prozess zu definieren und die weiterführenden Angebote zu erstellen. Es ist auch Ihre Aufgabe, die Abläufe im Marketing Automation System aufzusetzen, sie zu analysieren und diese zu optimieren.

Sie werden also bei der Automatisierung Ihrer Marketingkommunikation keinesfalls überflüssig. Sondern behalten die Kontrolle über die automatischen Abläufe.


Vorgefertigte Texte schmälern das Nutzererlebnis?

Nur, wenn Sie für den Kontakt irrelevante Informationen verschicken.

Damit Ihre automatisierten Reaktionen für den Nutzer auch wirklich relevant sind, müssen Sie ihn bzw. die Buyer Persona – wie im Inbound- und Content Marketing üblich – vorher kennen. Aus diesem Wissen heraus entwickeln Sie inhaltliche Angebote, die den definierten Funnelstufen entsprechend gestaffelt werden und so aus einem Besucher einen Lead und im Idealfall letztlich einen Kunden machen.

Das Entwickeln von Angeboten (z.B. Whitepaper, Videos oder Infografiken) und die Definition der Zeiträume, in denen ein Lead diese Informationen erhält, liegen komplett bei Ihnen. Die Automatisierung tritt dann ein, wenn Sie die Interessen eines Leads kennen und er seinem thematischen Interesse entsprechend mit Informationen versorgt wird.

Sie werden also mit vorgefertigten Texten arbeiten, ja. Davon kann sich niemand freisprechen, der mit einem Marketing Automation System arbeitet.


Wirklich wichtig ist aber, dass die Informationen auf das Interesse des Kontaktes zugeschnitten sein müssen. Angenommen, Sie haben Angebote zum Thema Bloggen für Unternehmen. Lädt ein Besucher auf Ihrer Web-Seite etwas zum Thema Bloggen herunter, wird er in der Folge idealerweise weitere Angebote zum Thema erhalten.

Dies können Links zu weiteren hilfreichen Inhalten sein oder auch das Angebot zu einem weiteren kostenfreien Download.

Ihre Buyer Persona wird Ihnen die Vorgaben liefern, welcher Inhalt und welches Format sich zu erstellen lohnt.

Das Nutzererlebnis wird aufgrund der thematisch relevanten Informationen positiv gestaltet – trotz vorgefertigter Abläufe und Texte.


Automatisierung ist also nur ein neuer Begriff für SPAM?

Falsch! Spam ist der unaufgeforderte Erhalt von unerwünschten Werbemails.

Marketing Automation geht aber mit der Nutzung eines Double Opt-in Verfahrens einher, sodass im System sichergestellt ist, dass Sie niemandem eine E-Mail ohne dessen Zustimmung schicken können.

Zudem sind die E-Mails nicht nur thematisch auf die Zielgruppe abgestimmt, sondern in der Regel überhaupt nicht werblich.

Sie versenden relevante Inhalte, von denen der Kontakt etwas lernen kann. Ohne Preisangaben. Ohne Feature-Aufzählungen. Ja, sogar ohne Ihre Produkte überhaupt zu erwähnen.

Zu guter Letzt orientieren sich auch der Zeitraum und die Frequenz, über den Sie Ihre Leads pflegen, an der Buyer Persona und daran, wie langes es dauert, bis der Informations- und Kaufprozess abgeschlossen ist. Genau diesen Zeitraum teilen Sie im Marketing Automation System in Intervalle ein und versenden darin Ihre E-Mails.

Wenn jemand innerhalb dieser Zeitspanne nicht eine von Ihnen vordefinierte Anzahl von Aktionen ausgeführt hat, wird er automatisch – wieder von Ihnen vordefiniert – als nicht interessiert markiert und aus dem Prozess entfernt.


Selbstverständlich hat ein Kontakt jederzeit selbst die Möglichkeit sich vom Empfang der E-Mails abzumelden. Die meisten Systeme lassen es überhaupt nicht mehr zu, E-Mails ohne einen solchen Link zur Abmeldung zu verschicken.


Persönliche Freiräume für andere Aufgaben
Mohamed Nohassi · unsplash.com

Endlich persönliche Freiräume für andere Aufgaben

Die Vorbereitung der Nutzung eines Marketing Automation Systems ist keine kleine Aufgabe. Richtig gemacht, nimmt sie zu Beginn definitiv viel Zeit in Anspruch.

Aber haben Sie die Buyer Persona, die inhaltlichen Angebote und die Prozesse einmal erarbeitet und live geschaltet, bleibt im Tagesgeschäft mehr Zeit für andere Dinge – z.B. für die Analyse oder die Optimierung laufender Prozesse und für strategische Planung.


Schließlich müssen Sie Leads nicht mehr händisch für Ihr Interesse am Unternehmen danken. Oder sich eine Erinnerung im Kalender setzen, um das nächste Inhaltsangebot pünktlich an eine bestimmte Gruppe Ihrer Kontakte zu schicken. Das alles läuft – wie von Ihnen vordefiniert – automatisch ab.


Marketing Automation befreit Sie von Ihren Datensilos

In allen Bereichen des digitalen Marketings werden riesige Datenmengen generiert: auf der eigenen Website, auf Blogs, in Online-Shops, auf Communities, in Marketing-Kampagnen, in Apps – und natürlich über die gute alte E-Mail. Hinzu kommen die Daten aus den diversen Tracking-, SEO-, Publishing- und CRM-Tools.


Diese Daten stecken normalerweise in isolierten Silos, was ihre Nutzung aufwändig macht oder sogar begrenzt. Dies ist ein Problem, weil wichtige Marketing-Entscheidungen nicht getroffen werden können, wenn die erforderlichen Daten nicht auswertbar sind. Hier schaffen Marketing Automation Tools wie HubSpot Abhilfe. HubSpot hilft dabei, Daten aus unterschiedlichen Quellen an einem zentralen Ort zusammenzuführen, auszuwerten und aussagenfähige Reportings zu erstellen.


Wichtige Learnings zu Marketing Automation

  • Marketing Automation trägt zu einem positiven Kommunikationserlebnis für Ihre Kontakte bei.

  • Dies gilt insbesondere dann, wenn Sie Ihre Prozesse im Sinne eines Inbound- und Content Marketings aufsetzen.

  • Sie behalten dabei jederzeit die volle Kontrolle über die Prozesse.

  • Sie selbst können durch ein Marketing Automation System nicht ersetzt werden.

  • Marketing Automation löst Datensilos auf und integriert alle Kanäle

  • Dies macht Daten aus unterschiedlichen Quellen für Ihr Unternehmen nutzbar.

 

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Ausführliche Informationen zu Marketing- und Sales-Automation finden Sie bei Hubspot und natürlich direkt bei den Coders Unlimited.


Wir freuen uns auf Ihr Feedback – lassen Sie uns einfach wissen, was Sie interessiert.

 


Autor

UWE FREESE

Managing Partner Coders Unlimited GmbH

uwe.freese@codersunlimited.com

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