Wie bringt man Politiker, Quantenphysiker und Bergsteiger zusammen, obwohl sich keiner treffen darf?

Aktualisiert: Apr 21




Corona verändert unser Zusammenleben. Das merkte im Juli 2020 auch die ehrwürdige Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren. Für gewöhnlich feiert die größte deutsche Wissenschaftsorganisation ihre Jahrestagung in einer Veranstaltung mit über 700 geladenen Gästen. Jahr für Jahr treffen sich hochkarätige Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft in illustrem Rahmen. Doch 2020 war bekanntlich alles anders. Dennoch feierten so prominente Gäste wie Reinhold Messner und Bundesministerin Anja Karliczek gemeinsam mit der Helmholtz-Gesellschaft. Und zwar via Livestream.





Die Gastgeber sitzen in Berlin. Die Gäste in Bremerhaven. Und dann kommt noch der Stargast – aus dem Polarmeer.


Die Anforderungen an Live-Schaltungen sind selbst für renommierte Fernsehanstalten eine echte Herausforderung. Stabile Leitungen und perfekt koordinierte Schaltungen erfordern ein hohes Maß an technischem Know-how und strukturierter Aufnahmeleitung. Dinge, die von der ORT Motion mustergültig zur Verfügung gestellt wurden. So konnte zwischen den Gästen und Live-Interviewpartnern gewechselt werden. Thematische Einspieler lockerte die ganze Sache auf. Bei Satellitenübertragungen zwischen zwei verschiedenen Studios in Berlin und Bremerhaven wurde über höchstrelevante Themen wie Corona und Klimawandel diskutiert. Der Höhepunkt der Veranstaltung: die filmische Begleitung des Gast-"Stars". Das Forschungsschiff Polarstern kehrte von seiner einjährigen MOSAiC-Expedition nach Bremerhaven zurück. Die in kürzester Zeit zusammengeschnittenen Aufnahmen wurden als Einspieler im Talk-Format verwendet, bei dem auch Bergsteiger und Umweltschützer Reinhold Messner zu Gast war. Alles live übertragen und für jedermann zugänglich. Eine Premiere für die Helmholtz-Gemeinschaft!


Glänzende Augen: der Einlauf der Polarstern.


Der Einlauf der Polarstern stellte die Crew vor eine echte Aufgabe. Innerhalb von fünf Stunden mussten der Einspieler produziert werden. Zwei Teams begleiteten die Fahrt des Forschungsschiffs. Zusätzlich war eine Drohne im Einsatz. Das Material wurde dann im Ü-Wagen finalisiert und der 60 Sekünder ging um 13 Uhr on air. Ein Aufwand der sich gelohnt hat. Die Helmholtz Gemeinschaft bekam Lob aus oberen Regierungskreisen für die Durchführung eines Events in dieser Größenordnung.


Unsere Learnings: es geht. Auch unter Corona-Bedingungen.


Niemand weiß, wann Messetore sich wieder öffnen, Events wieder steigen, Restaurants wieder Feiern ausrichten können. Bis dahin ist Kreativität gefragt. Die Mischung aus Live-Event mit entsprechenden Abstands- und Hygieneregeln und zugeschalteten Interviewpartner eröffnet Möglichkeiten, Veranstaltungen in der Corona-Zeit durchzuführen. Wichtig für den Veranstalter sind Flexibilität, die technischen Möglichkeiten und die Umsetzungsstärke eines erfahrenen Filmproduktionsteams. Und hier muss man klar sagen: die ORT Motion hat geliefert.



> Weitere Informationen Helmholtz Gesellschaft





Autor

DIMITRI KOUROUTOS

Geschäftsführer ORT Motion


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